Sportverein von 1970 Bründeln e.V.

 

Fußball

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Spieler der ersten Stunde

Nachdem der Sportverein im März 1970 gegründet worden war, wurde sogleich mit der sportlichen Betätigung begonnen. Das erste Freundschaftsspiel wurde im Borsumer Waldstadion ausgetragen. In diesem Spiel wirkten mit :

Heinz Munzert,  Erhard Hein,  Gerd Burmeister, Dietmar Windel,  Michael Schwarze,  Siegfried Klein, Hans-Joachim Schröter,  Karl Schröter,  Hans-Jörg Römer, Günter Hoffmeier und Heinz Bäßler.

Endergebnis dieses Spiels : 4:2 für den VfL Borsum.

Start in den Punktkampf

Nach einigen weiteren Vorbereitungsspielen ging es in die erste Punktspielsaison, welche mit wechselndem Erfolg absolviert wurde. In den nächsten Jahren galt es, das Leistungsniveau durch eine entsprechende Trainingsbeteiligung zu steigern und zu stabilisieren, um somit auch einmal einen Tabellenplatz in den oberen Regionen zu belegen. Eine recht erfolgreiche Saison war das Spieljahr 1973/74. Im Entscheidungsspiel in Rosenthal, gegen Plockhorst, unterlag der SV Bründeln mit 0:2 Toren und verfehlte die Meisterschaft nur knapp. 

Erfolgreich wie noch nie

Das Spieljahr 1974 / 75 brachte den ganz großen sportlichen Erfolg. Mit 54 : 2 Punkten und 135 : 23 Toren wurde ganz überlegen die Meisterschaft gewonnen. Der wohl sportlich wertvollste Sieg war das 2:1 gegen Adenstedt II, die sich mit einigen Spielern aus der Bezirksliga verstärkt hatten, um dem bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter ein Bein zu stellen.     (Presse)

Der Abstieg

Nach dem Aufstieg in die 1. Kreisklasse konnte sich die Mannschaft in den folgenden Jahren immer im oberen Tabellendrittel platzieren. Junge Nachwuchsspieler gab es jedoch kaum, um eine regelmäßige Verjüngung der Mannschaft zu gewährleisten, und so war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis das Leistungsvermögen der immer älter werdenden Mannschaft für die 1. Kreisklasse nicht mehr ausreichte.

Im Jahr 1981 konnte die Mannschaft trotz größter Anstrengungen den Abstieg nicht mehr verhindern. Nach dem Abstieg aus der 1. Kreisklasse konnte das Ziel der Mannschaft nur der Klassenerhalt sein. Doch auch nach dem Abstieg war in Bründeln die Kameradschaft nicht verlorengegangen und nachdem in den folgenden Jahren wieder einige junge Spieler zu uns fanden, war auch der Wunsch nach einem Wiederaufstieg spürbar.

Treue und Sportgeist werden belohnt

Im Jahre 1983 wurde anlässlich des letzten Saisonspiels ein Mann der ersten Stunde für seine außergewöhnlichen Leistungen und seine Vereinstreue geehrt und in den verdienten "Ruhestand" entlassen. Gemeint ist Dietmar "Fitschi" Windel.Im Jahre 1985 war es dann Gerd "Dicker" Burmeister, der nach 15 Jahren aktiver Laufbahn seine Fußballstiefel an den Nagel hing. Auch er wurde in seinem letzten Spiel mit einer Ehrung bedacht.

Der Wiederaufstieg

Im Spieljahr 1986/87 wurden die in das neuformierte Team gesetzten Hoffnungen zur Realität. In überzeugender Manier konnten wir die Meisterschaft erringen und den Wiederaufstieg in die 1.Kreisklasse besiegeln. Hier zahlte sich die konsequente Aufbauarbeit von Trainer Walter Never aus, der bereits im Vorjahr nur ganz knapp den Aufstieg mit der jungen Mannschaft verpasst hatte. Walter konnte jedoch die Früchte seiner Arbeit nicht mehr selbst ernten, da er uns zum Beginn des Spieljahres 86/87 verließ, um in Borsum die dortige Bezirksklassenmannschaft zu trainieren. 

 Die Meisterschaft errang dann "sein" erneut verstärktes Team unter der Leitung von Winfried Wolf, der vom SV Bavenstedt zu uns gestoßen war.

Die Spielgemeinschaft

Viele unserer "Männer der ersten Stunde", die bereits seit 1970 für unseren Verein gespielt haben, sahen mittlerweile keine fußballerische Betätigungsmöglichkeit mehr, da sie altersbedingt den Anforderungen in der Ersten Mannschaft nicht mehr begegnen wollten. Aus diesem Grunde bestand akuter Handlungsbedarf, hier Abhilfe zu schaffen. 

1987 war es dann Siegfried Klein, der gemeinsam mit Jochen Pohl aus Rautenberg den Gedanken in die Tat umsetzte, eine Spielgemeinschaft im Altherrenbereich zwischen dem SV Bründeln und dem VfL Rautenberg zu gründen. Die daraus entstandene Mannschaft hat allen Interessierten ein intaktes sportliches Zuhause geboten. Bis zum heutigen Tage sind die Alten Herren ein aktives und belebendes Element im Leben beider Vereine.

Entgegen dem Boom im Altherrenbereich war gegen Ende der 80er Jahre ein starker Rückgang an Spielern für die Erste Herren erkennbar. Immer mehr Spieler mussten von außerhalb für unsere Mannschaft interessiert werden, weil bedingt durch die Altersstruktur aus Bründeln kaum noch Jugendliche in den Herrenbereich aufrückten. Mit finanziellen Anreizen konnten keine auswärtigen Spieler angelockt werden, weil hierfür in unserem kleinen Verein nie Mittel zur Verfügung standen. Bei uns konnte den Spielern "nur" ein intaktes Vereinsgefüge und eine gute Kameradschaft geboten werden. Das ist bis heute so geblieben! Statt Spieler von außerhalb für uns zu gewinnen, war es uns vielmehr beschieden, immer wieder Leistungsträger an andere höherklassige Vereine abzugeben.

So sind Spieler wie Uwe Kook und Uwe Semper, die sich auch in höher spielenden Teams durchgesetzt haben, aus dem SV Bründeln hervor gegangen. Nicht unerwähnt bleiben dürfen hier jedoch die Spieler, die trotz lukrativer Angebote dem SVB die Treue gehalten haben. Dies sind insbesondere Heinz und Horst-Günter Bäßler sowie Michael Krüger. Letzterer ist sogar über mehr als acht Jahre regelmäßig zu Training und Spiel aus Munster auf eigene Kosten angereist, obwohl ihm konkrete Angebote vom dortigen Landesligisten vorgelegen haben.

Die gesamte Entwicklung und Veränderung der Alterstruktur zwang den Vorstand im Jahre 1989 zu reagieren. Daraufhin wurde in Erinnerung der guten Erfahrungen mit den Alten Herren eine Spielgemeinschaft für den gesamten Herrenbereich mit dem VfL Rautenberg gegründet. Diese Spielgemeinschaft stand sportlich zunächst nicht unter einem guten Stern, mussten doch in den ersten beiden Jahren zwei Abstiege von der Kreisliga bis in die zweite Kreisklasse verkraftet werden. 

Die Zweite Herren ging insbesondere in den ersten Jahren nach dem Zusammenschluss gestärkt aus dieser Entwicklung hervor. Sportlich führte man sich gleich mit einem Turniersieg in Machtsum sowie einem Platz im oberen Tabellendrittel gut ein. Höhepunkt war sicherlich im Jahre 1990 im Zuge der Entwicklung der innerdeutschen Geschichte die Teilnahme an einem Pokalturnier bei unseren Sportfreunden in Balgstädt. Die uns dort entgegen gebrachte Gastfreundschaft und Herzlichkeit sucht bis heute ihresgleichen. Dieser Besuch fand noch vor der deutschen Wiedervereinigung statt und endete mit dem Turniersieg unserer Mannschaft, was eine besonders ausgelassene Stimmung beim Grenzübertritt auf der Rückfahrt zur Folge hatte. Die Grenzposten verzichteten dann auch in Ansehung des großen gewonnenen Pokals auf eine Kontrolle der Ausweispapiere. Dieser erste Besuch in Balgstädt geschah nicht zuletzt auf Betreiben unseres 2.Vorsitzenden Siegfried Klein, der seine dorthin bestehenden Kontakte nutzte, so dass es später auch zu Gegenbesuchen in Bründeln kam sowie u.a. zu einem mehrtägigen Aufenthalt unsererseits in Balgstädt.

Während die Erste Herren sich mit Abschluss des Spieljahres 89/90 aus der Kreisliga verabschiedete, gelang der Alten Herren mit dem Gewinn des Wanderpokals der Gemeinde Hohenhameln ein beachtlicher Erfolg. Auch im darauffolgenden Jahr (Saison 90/91) setzte sich dieser Gegensatz fort: die Erste Herren trat den Gang in die 2. Kreisklasse an, die Alte Herren stieg in die 1. Kreisklasse auf.

  Im Jahre 1992 konnte jedoch unter der Regie von Trainer Heinz Vorreiter mit der Meisterschaft und dem Aufstieg der Ersten Herren in die 1.Kreisklasse eine Trendwende eingeleitet werden. In einem packenden Saisonfinale gegen den direkten Konkurrenten SV Bavenstedt II behielt unser Team einen kühlen Kopf und siegte mit 2:1.

Die Alte Herren feierte 1994 mit einem nochmaligen Gewinn des Gemeindepokal einen weiteren Erfolg.

Im Jahre des 25-jährigen Vereinsjubiläums 1995 bekam die von Mike Thomaser trainierte Erste Herren aufgrund von neuen Staffeleinteilungen als Sechstplatzierter die Chance zum Aufstieg in die Kreisliga. In Emmerke musste man in einem Entscheidungsspiel gegen die SG Gronau / Betheln antreten. Trotz toller Unterstützung des Anhangs ging das Spiel mit 1:3 verloren und die Mannschaft verharrte in der 1. Kreisklasse.

1996 übernahm Jürgen Gustav das Zepter bei der Ersten Mannschaft und führte sich mit dem erstmaligen Gewinn des Gemeindepokals glänzend ein. Dieser Erfolg war sicher genauso überraschend wie die Titelverteidigung im folgenden Jahr, als man jedoch in der Halle triumphieren konnte. (Presse)

Obwohl die Erste Herren in der Spielzeit 99/00 den Abstieg in den letzten Spielen noch verhindern konnte, wurde in dieser Zeit immer deutlicher, wie schwer es ist, als kleiner Verein, auch als Spielgemeinschaft, zu bestehen. So musste aufgrund einer immer dünner werdenden Personaldecke die Zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden.

Mit Ende der Saison 00/01 wurde der Abstieg zur traurigen Gewissheit. Sang- und klanglos verabschiedete sich die Erste Herren aus der 1. Kreisklasse. Dabei hatte die Mannschaft mit dem dritten Gewinn des Gemeindepokals im Winter noch von sich reden gemacht.  

Positiv bleibt diese Spielzeit in Erinnerung, weil es die erste für die die neu gemeldete Altsenioren-Mannschaft war. Nahezu nur aus Bründelner Urgesteinen bestehend hob sich dieses Team quasi selbst aus der Taufe und versucht seither, an alte, glanzvolle Zeiten anzuknüpfen. Dabei steht die Kameradschaft im Vordergrund.

Ein toller Erfolg gelang unserer Alten Herren in der Spielzeit 2001/02. Lediglich zwei der zu erkämpfenden Punkte wurden durch ein Unentschieden eingebüsst. Somit wurde das Team souverän Meister und Aufsteiger in die Erste Kreisklasse.

Aus ihren Möglichkeiten das beste gemacht hat die Altseniorentruppe, die im zweiten Jahr ihres Bestehens ein wenig die Anfangseuphorie vermissen ließ. Trotz oft sehr dünner Personaldecke verpasste man häufig nur knapp ein besseres Resultat und fand sich so auf Platz 10 der Tabelle wieder.

Das Sorgenkind dieser Saison war die Erste Mannschaft. Nach dem Abstieg im Vorahr meinte man trotz einiger Abgänge eine gute Rolle in der Klasse spielen zu können. Leider wurden hier alle eines besseren belehrt. Es bleibt jedoch anzuerkennen, dass sich das Team trotz zum Teil haarsträubender Niederlagen immer wieder aufraffte und die Saison zu Ende spielte. Das können nicht alle Vereine von sich behaupten.

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